9. April 2019

Sonder-Primus Startklar für Bildungsinitiativen

Die Hamburger Initiative Futurepreneur e. V. wird für ihr Projekt »Campusunternehmer« mit dem Primus Startklar der Stiftung Bildung und Gesellschaft ausgezeichnet.

Der von der randstad stiftung geförderte Sonder-Primus Startklar wird einmal im Quartal an zivilgesellschaftliche Initiativen vergeben, die Schülerinnen und Schüler den Weg in die Arbeitswelt ebnen. Das können Projekte sein, die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung begleiten, ihnen den Übergang in die Ausbildung erleichtern oder junge Menschen mit fehlender oder geringer Ausbildung auf die Berufswelt vorbereiten. Der Sonder-Primus Startklar ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden. Zusätzlich erhalten die ausgezeichneten Initiativen je 500 Euro für den Besuch einer Weiterbildung. Bewerbungen sind jederzeit online möglich. Der erste Startklar-Primus zeichnete im März die Hamburger Initiative Futurepreneur e. V. aus.

Unternehmerisches Denken und Handeln sind Schlüsselkompetenzen, die viele Arbeitgeber bei der Einstellung neuer Mitarbeiter voraussetzen. Doch wie können Schülerinnen und Schüler ihren Unternehmergeist wecken und trainieren? In den Campusunternehmer-Projektwochen des Futurepreneur e. V. entwickeln Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 18 Jahren kreative Geschäftsideen. Angeleitet von den Futurepreneur-Coaches entwickeln sie einen Businessplan, den sie eigenständig in die Tat umsetzen. Das heißt: Einen Tag lang vermarkten die Schüler die eigene Ware, ganz real am Verkaufsstand auf der Straße mit echten Kunden.

So stellen die Jugendlichen zum Beispiel Weihnachtsdeko, Schlüsselanhänger, Seife oder Glückskarten selbst her und bringen ihre Produkte an die zahlende Kundschaft. Wichtiger als die Einnahmen sind die Erfahrungen, die sie machen: selbst Ideen zu entwickeln, unter Zeitdruck zum Ziel zu kommen, in der Gruppe an einem Strang ziehen, Schwierigkeiten bei der Produktion zu überwinden und potenzielle Käufer anzusprechen.

Unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund und ihren Schulnoten gewinnen die Schüler Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Seit dem Jahr 2012 haben mehr als 2.000 Jugendliche an 95 Projektwochen teilgenommen. Im Mai 2019 ermöglicht die randstad stiftung eine Projektwoche an der Goethe-Schule in Hamburg-Harburg. "Wenn Jugendliche ihre eigenen Potenziale entdecken und ihre kreativen Ideen gleich in die Praxis umsetzen können, bringt ihnen das viel für den späteren Beruf", begründet Birgit Ossenkopf, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft, die Wahl der Preisjury. "Das Projekt zeigt den Schülern ganz konkret, wie Wirtschaft funktioniert – und es stärkt Selbstbewusstsein und Unternehmergeist."