Unsichtbarer Freund
Schüler erleben die Lebenswelt blinder Menschen

Schülerinnen und Schüler begegnen blinden Menschen und lernen die Herausforderungen im Leben von Menschen mit Sehbehinderung kennen.

Das Programm »Unsichtbarer Freund« richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6. Altersgerecht sensibilisiert das Programm für das Leben von Sehbehinderten. Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie blinde Menschen im Alltag unterstützen und ihnen auf Augenhöhe begegnen können.

Wie finden sich blinde Menschen im Alltag zurecht? Wie können sich sehende und sehbehinderte Menschen besser begegnen? Das Dialogmuseum Frankfurt ermöglicht seinen Besuchern, mehr über das Leben ohne Augenlicht zu erfahren und ein besseres Verständnis zu entwickeln. Beim »Dialog im Dunkeln« erleben die Museumsbesucher die Herausforderungen sehbehinderter Menschen in verschiedenen Lebenssituationen. Denn Blinde führen sie in absoluter Dunkelheit durch das Museum.

Um den Museumsbesuch von Schülerinnen und Schülern besonders eindrucksvoll zu gestalten, hat das DialogMuseum Frankfurt ein pädagogisches Programm entwickelt: Der »Unsichtbare Freund« richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6. Er sensibilisiert junge Menschen für das Leben von Sehbehinderten, regt zum Nachdenken über soziale und berufliche Teilhabe an und reflektiert unterschiedliche Ebenen von Inklusion. Auf den Parcours folgen Gespräche mit blinden Mitarbeitern des Museums und das Ausfüllen eines Arbeitsblatts, um das Erlebte zu vertiefen. Nach dem Museumsbesuch erhält jeder Schüler ein Diplom als »Unsichtbarer Freund«.

Seit 2008 haben bereits mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler ein Diplom zum »Unsichtbaren Freund« erlangt.

Ein pädagogisches Handbuch zum »Dialog im Dunkeln« bietet Lehrkräften und Schülern Material zur Vorbereitung Museumsbesuch sowie Arbeitsblätter zur Vertiefung der Thematik und Erlebnisse. 

Die randstad stiftung fördert den »Unsichtbaren Freund« seit 2015 und ermöglichte die vollständige Aktualisierung des pädagogischen Begleitmaterials in 2016 in Kooperation mit der Friederichs Stiftung.

Projektpartner