JobAct®-Theaterprojekte
Arbeitssuchende erproben neue Wege in den Beruf

JobAct® Hofheim

Berufliche Integration von Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund: Über die Theaterbühne in den Arbeitsmarkt

20 Arbeitssuchende Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund arbeiten an einem Theaterprojekt, das ihnen den Weg ins Berufsleben ebnen soll.

Seit März 2017 fördert die Stiftung ein »JobAct®-Sprachkultur-Projekt« in Hofheim im Taunus. Die 20 Teilnehmer – zwölf Frauen, acht Männer – haben einen Migrations- oder Fluchthintergrund. Sie kommen aus Afghanistan, Algerien, Korea, Russland, Syrien, Italien, der Türkei und weiteren Ländern. Begleitet von einem Theaterpädagogen und einem Sprachtrainer erarbeiten sie eine Inszenierung von Friedrich Schillers "Die Jungfrau von Orleans", die am 31. August Premiere im Bürgerhaus Marxheim feiern wird. Eine weitere Vorstellung gibt es am 1. September; Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr - der Eintritt ist frei!

Der Fokus dieses »JobAct®-Projekts« liegt auf dem Spracherwerb bzw. der Verbesserung der Deutschkenntnisse, um die beruflichen Chancen der Teilnehmer zu verbessern. Beide Projektphasen - Theaterarbeit und Praktikum - werden von einem intensiven, zielgruppenspezifischen und berufsbezogenen Sprachunterricht flankiert.

Partner des Projekts sind die PROJEKTFABRIK, die Stadt Hofheim im Taunus und die randstad stiftung.

Bericht

Bericht
20.6.2017

Premierenvorbereitung beim JobAct® Sprachkultur-Projekt in Hofheim

Mit Schiller spielend Deutsch lernen

Sprache als Schlüssel zum beruflichen Erfolg – darauf setzt das Integrationsprojekt »JobAct®-Sprachkultur« in Hofheim. Gefördert von der randstad stiftung arbeiten 20 arbeitssuchende Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund seit drei Monaten an Friedrich Schillers Drama „Die Jungfrau von Orleans“. Bis zum 31. August möchten sie das Stück zur Bühnenreife bringen und Premiere im Bürgerhaus Marxheim feiern. Danach beginnt für die JobAct®-Teilnehmer in eine fünfmonatige Praktikumsphase, an deren Ende ein Arbeitsvertrag stehen soll. Flankiert wird das Projekt von einem intensiven berufsbezogenen Sprachtraining. Und auch die Auseinandersetzung mit Schillers Sprache hilft, die eigenen Deutschkenntnisse zu verbessern und ganz nebenbei ihr Selbstvertrauen zu stärken.

50 Arbeitslosen wurde die Teilnahme vom Jobcenter angeboten. Durch ein Casting wurden aus 39 Bewerbern die acht Männer und zwölf Frauen ausgewählt, die seit März fünf Tage in der Woche gemeinsam Sprechübungen machen, Szenen proben und sich mit den Inhalten von Schillers Drama auseinandersetzen, mit der Rolle der Frau, dem Wert der Freiheit oder dem „Heiligen Krieg“. Die Teilnehmer sind zwischen 18 und 58 Jahre alt. „Es ist gut für uns, ein sehr gutes Projekt“, so einer der Schauspieler auf Zeit.

Projektpartner